
Zu Besuch auf der Cocky Locky Farm – Einblicke eines Kölner Fotograf für Landlust
Für das Magazin Landlust durfte ich als Kölner Fotograf eine ganz besondere Reportage umsetzen: Zwei Tage verbrachte ich gemeinsam mit meiner Kollegin auf der Cocky Locky Farm, wo Ben und Matze mit viel Herzblut seltene Hühnerrassen züchten, die Eier in außergewöhnlichen Farben legen. Schon beim Betreten des Hofes wurde klar, dass hier etwas Besonderes entsteht – eine Welt voller Natur, Hingabe und überraschender Farbvielfalt.
Die Farm, erreichbar über naturbunteeier.de, ist kein gewöhnlicher landwirtschaftlicher Betrieb. Zwischen saftigem Grün, alten Obstbäumen und liebevoll gestalteten Gehegen leben Hühnerrassen, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Blau, türkis, olivgrün oder schokoladenbraun – die Eier dieser Tiere wirken fast wie kleine Kunstwerke. „Hier muss der Osterhase nicht mehr färben“, sagte Matze lachend, als er uns den ersten Korb mit frisch gelegten Eiern zeigte.
Für mich als Kölner Fotograf war sofort klar: Diese Geschichte lebt von Licht, Nähe und Authentizität. Früh am Morgen begannen wir mit den ersten Aufnahmen, als die Sonne flach über die Wiesen fiel und die Hühner neugierig aus ihren Ställen kamen.
Seltene Hühnerrassen und ihre bunten Eier – Fotografie mit Geduld und Gefühl
Die Vielfalt auf der Cocky Locky Farm ist beeindruckend. Unterschiedlichste Hühnerrassen mit besonderen genetischen Eigenschaften sorgen für die natürlichen Farbtöne der Eier. Anders als gefärbte Ostereier entstehen diese Farben ganz ohne künstliche Zusätze – sie sind das Ergebnis gezielter Zucht und großer Leidenschaft.
Ben erzählte uns beim Rundgang, wie alles begann. Eine kleine Anekdote blieb mir besonders im Gedächtnis: Vor einigen Jahren habe er ein einzelnes olivgrünes Ei auf einem Markt entdeckt. „Ich dachte erst, das sei ein Scherz“, sagte er schmunzelnd. Doch dieses eine Ei habe ihn nicht mehr losgelassen. Stundenlang recherchierte er, sprach mit Züchtern und begann schließlich selbst mit der Aufzucht besonderer Rassen. Heute stehen die farbenfrohen Eier sinnbildlich für seine Vision.
Für mich als Kölner Fotograf bedeutete das: Geduld. Hühner lassen sich nicht dirigieren. Wir verbrachten viel Zeit ruhig am Rand der Gehege, beobachteten Bewegungen, warteten auf natürliche Momente. Besonders eindrucksvoll war das weiche Federkleid im Morgenlicht. Die feinen Strukturen, das Staubkorn in der Luft, das leise Scharren im Boden – all das wollte ich sichtbar machen.
Neben den Tieren fotografierten wir natürlich auch die Eier selbst. Auf einem rustikalen Holztisch arrangierten wir sie in Schalen, auf Leinentüchern und in kleinen Körbchen. Die Farbpalette wirkte wie sorgfältig komponiert – und doch war alles naturgegeben, kein künstliches Interior Design.
Zwei Tage Reportage auf der Farm – Persönliche Begegnungen mit Ben und Matze
Die Atmosphäre auf der Farm war geprägt von Offenheit und Humor. Eine zweite Geschichte mit Matze zeigt, wie viel Herzblut hier steckt. Am späten Nachmittag des ersten Tages saßen wir gemeinsam auf einer alten Holzbank. Matze erzählte, dass er anfangs skeptisch gewesen sei, ob sich Menschen wirklich für „nur Eier“ begeistern würden. „Aber wenn Besucher die ersten bunten Eier im Nest entdecken, werden sie wieder zu Kindern“, sagte er.
Kurz darauf führte er uns zu einem abgelegenen Gehege mit einer besonders seltenen Rasse. Während ich als Kölner Fotograf versuchte, die Tiere im perfekten Moment einzufangen, sprang plötzlich ein neugieriges Huhn direkt vor mein Objektiv. Statt das Bild zu ruinieren, entstand genau in diesem Augenblick eine der lebendigsten Aufnahmen der gesamten Reportage. Wir alle mussten lachen – und genau dieses Bild wurde später zu einem Favoriten der Strecke.
Am zweiten Morgen standen wir noch vor Sonnenaufgang auf. Nebel lag über den Wiesen, und die Farm wirkte beinahe mystisch. Diese ruhigen Stunden sind für mich als Kölner Fotograf besonders wertvoll. Das Licht ist weich, die Farben sind zurückhaltend, und jede Szene bekommt eine fast poetische Stimmung. Meine Kollegin kümmerte sich um Detailaufnahmen der Federn und Nester, während ich weite Perspektiven der gesamten Anlage fotografierte.
Ben brachte uns zwischendurch frischen Kaffee und erzählte von den Herausforderungen nachhaltiger Landwirtschaft. Es ging um Verantwortung, Tierwohl und darum, Qualität über Quantität zu stellen. Diese Gespräche flossen direkt in meine Bildgestaltung ein: Natürlichkeit statt Inszenierung, Echtheit statt Perfektion.
Kölner Fotograf zwischen Natur, Handwerk und Ästhetik
Solche Reportagen zeigen mir immer wieder, warum ich meinen Beruf liebe. Als Kölner Fotograf arbeite ich oft in urbanen Umgebungen, begleite Unternehmen oder porträtiere Menschen in der Stadt. Doch Projekte wie dieses führen zurück zu den Wurzeln – zu Natur, Handwerk und echter Leidenschaft.
Die Herausforderung bestand darin, die Farbintensität der Eier authentisch darzustellen. Zu viel Bearbeitung hätte die Natürlichkeit zerstört. Deshalb arbeitete ich mit vorhandenem Licht, ergänzte nur minimal mit Reflektoren und setzte auf warme, harmonische Bildstimmungen. Die Kombination aus rustikalen Holzelementen, Leinenstoffen und den leuchtenden Eiern schuf eine Bildsprache, die perfekt zu Landlust passt.
Sechs Mal durfte ich in diesem Projekt spüren, wie vielseitig mein Beruf als Kölner Fotograf sein kann: im Umgang mit Tieren, im Gespräch mit engagierten Landwirten, beim Arrangieren stiller Motive und beim Einfangen spontaner Momente. Jede Szene erzählte ihre eigene Geschichte.
Als wir am Ende der zwei Tage die Farm verließen, war der Kofferraum nicht nur voller Speicherkarten, sondern auch voller Eindrücke. Die Cocky Locky Farm ist mehr als ein Ort, an dem bunte Eier entstehen. Sie ist ein Beispiel dafür, wie Leidenschaft, Wissen und Mut zu etwas Einzigartigem führen können.
Für Landlust entstand eine Bildstrecke, die Naturverbundenheit und Farbvielfalt miteinander vereint. Und für mich als Kölner Fotograf war es eine Erinnerung daran, dass die schönsten Geschichten oft dort liegen, wo man sie am wenigsten erwartet – zwischen Federn, frischem Stroh und einem Korb voller Eier in allen Farben des Frühlings.











