
Porträt Köln für das italienische Magazin Vivere la Casa
Für das italienische Wohn- und Lifestyle-Magazin Vivere la Casa habe ich ein umfangreiches Porträt Köln fotografisch umgesetzt. Fünf Tage lang war ich in der Stadt unterwegs, mit dem Ziel, Köln nicht als klassische Tourismusdestination zu zeigen, sondern als Lebensraum voller Gestaltung, Kultur und Atmosphäre. Ein Porträt Köln bedeutet für mich, Stimmungen einzufangen: Orte, an denen Menschen arbeiten, genießen, gestalten und leben.
Köln entfaltet seine Stärke oft im Detail. Es sind nicht nur die bekannten Wahrzeichen, sondern die Mischung aus kreativen Arbeitsorten, besonderen Läden, moderner Gastronomie und spannender Architektur, die das Bild der Stadt prägt. Für die italienischen Leser sollte Köln als authentischer, lebendiger Ort sichtbar werden – als Stadt mit Charakter, Ecken und Kanten, aber auch mit viel Sinn für Design und Ästhetik.
Meine fotografische Herangehensweise war dokumentarisch und atmosphärisch zugleich. Lichtstimmungen, Oberflächen, Materialien und räumliche Tiefe spielten eine zentrale Rolle. So entstand Schritt für Schritt ein visuelles Porträt Köln, das weniger erklärt, sondern vielmehr fühlen lässt.
Kreative Produktion: Siebdruckkunst von Alexandra Lenz in Köln-Mülheim
Ein wichtiger Teil meiner Reportage Fotografie führte mich nach Köln-Mülheim zu Alexandra Lenz, die im Bereich Siebdruck arbeitet. Ihr Atelier steht für handwerkliche Präzision, Farbgefühl und eine klare gestalterische Handschrift. Für mein Porträt Köln war dieser Ort besonders bedeutend, weil er zeigt, wie stark kreative Produktion in den Veedeln verankert ist.
Der Siebdruckprozess ist visuell äußerst spannend: Farbflächen, Druckrahmen, Rakel, Papierstapel und fertige Drucke schaffen eine Umgebung voller Struktur und Tiefe. Gebrauchsspuren, Farbreste auf Arbeitsflächen und das Nebeneinander von Ordnung und kreativem Chaos erzählen viel über die Arbeit selbst. Fotografisch ging es darum, diese haptische Qualität sichtbar zu machen – die Schichtung von Farbe, die Materialität des Papiers, die Spuren des Prozesses.
Auch der Stadtteil Mülheim fließt in dieses Kapitel ein. Ehemalige Industriegebäude, neue Ateliers und Werkstätten prägen das Bild eines Viertels im Wandel. Diese Verbindung aus urbaner Geschichte und zeitgenössischer Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil im Porträt Köln, weil sie die Stadt als Produktionsort für Kunst und Gestaltung zeigt, nicht nur als Ausstellungsfläche.
Genuss und Gestaltung: Restaurant NeoBiota und Kauf Dich Glücklich
Neben kreativen Arbeitsräumen spielte die urbane Genuss- und Designkultur eine zentrale Rolle. Das Restaurant NeoBiota steht exemplarisch für eine moderne, qualitätsbewusste Gastronomieszene in Köln. Architektur, Licht und Materialität greifen hier ineinander. Warme Lichtquellen, natürliche Oberflächen und eine ruhige, durchdachte Raumgestaltung bilden eine Bühne für kulinarische Präzision. Für mein Porträt Köln war dieser Ort ideal, um zu zeigen, wie sehr Genuss heute auch ein visuelles und räumliches Erlebnis ist.
Meine Bilder konzentrierten sich auf Atmosphäre: gedeckte Tische vor dem Service, Details von Materialien, Linienführungen im Raum und das Zusammenspiel von Licht und Schatten. So wird das Restaurant Teil einer größeren Erzählung über Lebensqualität und Gestaltung in der Stadt.
Einen anderen, alltagsnäheren Zugang bot „Kauf Dich Glücklich“. Der Laden verbindet Mode, Wohnaccessoires und Designobjekte zu einem modernen, urbanen Lebensgefühl. Farben, Muster, Stoffe und Keramik schaffen eine visuelle Vielfalt, die fotografisch fast wie Stillleben funktioniert. Regale, Produktinszenierungen und Lichtreflexe auf Oberflächen machten den Ort zu einem wichtigen Baustein im Porträt Köln, weil hier sichtbar wird, wie Design in den Alltag übersetzt wird.
Dann besuchte ich auch noch das tolle Gartenrestaurant „Dank Augusta“ in der Kölner Flora. Ein wunderbarer Ort zum Verweilen.
Solche Orte erzählen viel über eine Stadt: über Geschmack, über Trends und darüber, wie Menschen ihre Umgebung gestalten möchten.
Architektur zwischen Geschichte und Gegenwart: Rheinauhafen und Kölner Dom
Neben Innenräumen und kreativen Orten durfte die Architektur als identitätsstiftendes Element nicht fehlen. Der Rheinauhafen steht für das zeitgenössische Köln: klare Linien, Glas, Stahl und die unmittelbare Nähe zum Wasser. Spiegelungen im Rhein, weite Plätze und die markanten Gebäude schaffen starke grafische Strukturen. Für mein Porträt Köln arbeitete ich hier mit Perspektiven, Horizontlinien und dem Wechselspiel aus Himmel, Wasser und Architektur.
Der bewusste Kontrast dazu ist der Kölner Dom. Seine monumentale Gotik bildet den historischen Gegenpol zur modernen Stadtentwicklung. Besonders eindrucksvoll war das Fenster von Gerhard Richter. Die abstrakten Farbflächen, durch die Licht in den Innenraum fällt, erzeugen eine fast meditative Atmosphäre. Farbe wird hier zu Raum, Licht zu Gestaltungselement.
Fotografisch war dieser Ort ein emotionaler Höhepunkt. Die Verbindung aus Geschichte, Spiritualität und zeitgenössischer Kunst verdichtet sich in einem einzigen Raum. Damit bildet der Dom einen starken Abschluss für das Porträt Köln, das die Stadt zwischen Tradition und Moderne, zwischen Handwerk, Design, Genuss und Architektur zeigt.
Fünf intensive Tage, viele Begegnungen und unterschiedlichste Orte sind so zu einer Bildserie geworden, die Köln nicht nur dokumentiert, sondern interpretiert – als Stadt voller kreativer Energie, visueller Kontraste und lebendiger Räume.




