
Porträtfotos, Coaching und Natur – eine besondere fotografische Begegnung
Manche Shootings sind Aufträge. Andere sind Begegnungen. Und dann gibt es diese seltenen Momente, in denen beides ineinanderfließt – so wie bei den Aufnahmen mit Silvia Beuchert. Sie ist Coach, Wegbegleiterin für Menschen in beruflichen und persönlichen Umbruchsituationen – und sie ist der Mensch, mit dem ich mein Leben auf dem Land in Reichshof teile. Genau dort, zwischen Wald, Weite und Ruhe, betreiben wir gemeinsam das Künstlerhaus Berg-House. Dieser Ort ist nicht nur unser Zuhause, sondern auch ein Raum für Entwicklung, Kreativität und echte Gespräche.
Silvia hat hier ihre Coaching-Praxis eingerichtet – lichtdurchflutete Räume, warme Materialien, eine Atmosphäre, die sofort Vertrauen schafft. Als Fotograf ist es ein Geschenk, in einer Umgebung zu arbeiten, die so sehr mit der Persönlichkeit des Menschen verschmilzt, den ich fotografiere. Die entstandenen Porträtfotos sind daher nicht einfach Bilder einer Coachin bei der Arbeit, sondern visuelle Momentaufnahmen ihrer Haltung, ihrer Energie und ihrer Klarheit. Genau das macht diese Serie für mich so besonders.
Inszeniert und doch echt – Coaching sichtbar machen
Um Silvias Arbeit fotografisch erlebbar zu machen, haben wir Freunde eingeladen, die bereit waren, typische Coaching-Situationen mit uns nachzustellen. Das klingt nach Inszenierung – aber was vor der Kamera geschah, war erstaunlich authentisch. Gespräche entwickelten sich von selbst, Gesten waren echt, Blicke voller Konzentration. Genau in diesen Zwischenmomenten entstehen die stärksten Bilder.
Im großen Seminarraum des Berg-House haben wir Gesprächssituationen, Gruppenübungen und ruhige Einzelmomente fotografiert. Silvia im Dialog, Silvia zuhörend, Silvia erklärend. Ihre Präsenz ist ruhig, klar und gleichzeitig unglaublich warm – etwas, das sich in guten Porträtfotos unmittelbar zeigt. Es ging mir nie nur darum, „eine Coach bei der Arbeit“ abzubilden. Ich wollte zeigen, wie sich Menschen in ihrer Nähe fühlen: gesehen, ernst genommen, gestärkt.
Ein weiterer Teil des Shootings fand draußen statt. Der Wald rund um Reichshof ist mehr als Kulisse – er ist Teil unseres Alltags. Zwischen hohen Bäumen und weichem Licht fotografierten wir kleine Yoga-Sessions, Geh-Gespräche und ruhige Momente der Reflexion. Die Natur bringt eine Selbstverständlichkeit in die Bilder, die kein Studio ersetzen kann. Gerade hier entstanden sehr persönliche Porträtfotos, die Silvia nicht nur als Coach, sondern als Mensch zeigen – verbunden mit ihrer Umgebung, geerdet, präsent.


Mehr als Bilder – Vertrauen vor der Kamera
Jemanden zu fotografieren, den man liebt, ist eine besondere Herausforderung. Nähe kann blind machen – oder sie ermöglicht einen Blick, den andere nicht haben. Bei Silvia war es Letzteres. Ich kenne ihre Zwischentöne, ihre leisen Gesten, dieses kleine Lächeln, wenn sie merkt, dass ein Mensch gerade einen wichtigen Gedanken fasst. All das fließt in meine Arbeit ein. Dadurch bekommen die Porträtfotos eine Tiefe, die über das Sichtbare hinausgeht.
Gleichzeitig war Professionalität entscheidend. Silvia ist Job Coach und Lifecoach – ihre Bilder müssen Vertrauen ausstrahlen, Klarheit, Kompetenz. Also habe ich bewusst mit ruhigen Bildkompositionen, natürlichem Licht und offenen Perspektiven gearbeitet. Keine übertriebene Inszenierung, keine Distanz – sondern Nähe, ohne aufdringlich zu sein. Gute Porträtfotos leben genau von dieser Balance.
Was mich besonders berührt hat, war zu sehen, wie sehr sich Silvias Wesen in den Bildern spiegelt. Diese Mischung aus Stärke und Empathie, Struktur und Herz. Sie ist nicht nur eine tolle Frau in meinem Leben, sondern auch eine beeindruckende Begleiterin für andere Menschen. Die Kamera war in diesen Tagen weniger Werkzeug und mehr Beobachter. Ich durfte festhalten, was ohnehin da ist.
Am Ende sind diese Aufnahmen weit mehr geworden als Material für eine Website oder Social Media. Sie erzählen von einem Ort, einer Arbeit und einer Haltung zum Leben. Für mich sind es Porträtfotos, die nicht nur eine Person zeigen, sondern Beziehung – zu sich selbst, zu anderen und zur Umgebung. Und genau darum geht es letztlich auch in meiner Fotografie: Menschen so sichtbar zu machen, wie sie wirklich sind.

